Leben,So mache ich das

Das Geheimnis der Balance zwischen on- und offline

offline is the new luxury | blick7

Ich habe mir selbst eine Zwangspause von diesem Internet verordnet und war einfach mal offline.

Ich liebe die Welt 2.0 mit all den kreativen Ideen und Menschen, die man dort so finden kann. Ich entdecke ganz viele wunderbare Dinge, die ich mir auch gerne kaufen würde, sehe Bilder von Orten, an die ich auch reisen möchte, kann quasi den Kuchen riechen, der mir das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, sehe Fotos von der Laufrunde, die mir ein schlechtes Gewissen einreden, mache mir Screenshots von Rezepten und DIYs, die ich unbedingt auch bald nachmachen möchte, die ich mir aber danach auch leider nie wieder ansehe. Ich stöbere tagelang durch Hashtags und Pinterestboards zu einem Thema, um mir einen Überblick zu verschaffen, was es alles so gibt – in der Hoffnung herauszufinden, was ich möchte.

Dieses Internet ist so groß und die meisten Bilder sind so schön, dass ich mir manchmal so klein vorkomme. Und ich wundere mich, wie die Leute das alles so schaffen. Familie, Job, Haus tip top, mit Zeit zum Kreativ sein, täglich frisch kochen und Bücher lesen.

Ich glaube, ich weiß inzwischen, was deren Geheimnis ist:
Die machen einfach. Die stehen auf und starten in den Tag und dann machen sie all das, was gemacht werden muss, nehmen sich Zeit für die schönen Dinge im Leben und haben dann auch noch Zeit, online zu sein. Ich weiß das, weil ich das selbst ausprobiert habe. Ich war nur noch morgens und abends online zu ganz bewusster online-Zeit.

Anfangs war das gar nicht einfach, aber ich habe in paar kleine Tricks gefunden, die mir dabei helfen.

Aus den Augen aus dem Sinn
Nach dem Aufstehen gönne ich mir meine kleine Instagramrunde und dann geht’s ran an die Arbeit. Ich habe auf dem Recher nur noch die Tabs offen, die ich zum Arbeiten brauche. Und dann arbeite ich. Konzentriert bis mir der Kopf raucht. Sind die Tabs nicht offen, erinnern sie mich auch nicht, dass ich ja mal schauen könnte.

Keine Benachrichtigungen
Wenn keine App auf dem Handy und keine Email am Rechner mehr aufpoppt, werde ich aus meiner Arbeit nicht herausgerissen. Ich arbeite eins nach dem anderen ab und prüfe die Mails und Nachrichten, wenn ich Zeit dafür habe.

Küchenfenster statt Facebook
Wenn der Kopf raucht, gehe ich in meine Küche statt in die Küchen und Wohnungen meiner virtuellen Freunde online. Ich trinke ein großes Glas Wasser und schaue aus dem Fenster in die Welt. In meine Welt. Vielleicht geht jemand mit dem Hund vorbei, vielleicht sehe ich aber auch nur den Wolken zu. Fünf Minuten einfach nur trinken, schauen und mit den Schultern kreisen.

Die zwei-Minuten-Regel
Diesen genialen Trick hat Nic vor einiger Zeit verraten – hat zwar nicht wirklich was mit on- und offline zu tun, aber mit Zeitmanagement. Und das ist es ja, um was es hier eigentlich geht: „was innerhalb von zwei minuten erledigt werden kann, wird auch gefälligst sofort abgehakt!“ Das klappt – das ist der Hit! Probiert das mal aus. Hier liegt so viel weniger rum…

1.0 vor 2.0
Wenn im Leben 1.0 dann alles geregelt ist, die Arbeit erledigt, der Haushalt gemacht, Familie gelebt und tief geatmet wurde, dann tauche ich auch gerne in die Welten meiner virtuellen Freunde. Ganz bewusst (statt nebenbei mal kurz obwohl ich ja eigentlich keine Zeit dafür habe…)

Mein Fazit: 
Ich habe viel mehr abgearbeitet und erledigt bekommen, habe viel mehr Freizeit (ich habe das doch sehr unterschätzt, wie viel ich nebenbei nur mal kurz online war) und das Schönste: mein Kopf ist viel kreativer ohne den ständigen Input aus all den Kanälen. Ich merke, dass ich ruhiger werde. Und für mich ganz wichtig: ich mache wieder mehr nach meinem Bauchgefühl. Ohne Recherchieren, vergleichen und darüber nachzudenken, ob man das gerade so macht als Blogger und ob ich das dann auf einem meiner Kanäle posten kann. Ich kann nämlich theoretisch alles posten. Solange es überhaupt etwas gibt zu posten. Und das gibt es nur bei denen, die etwas machen und nicht nur surfen.

In diesem Sinne: Gönnt Euch mal ein wenig offline-Zeit und macht mal wieder was.
Weil: offline is the new luxury!

Lasst es Euch gut gehen,
Eure Annette

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9 Kommentare

  • Antworten
    RAUMIDEEN
    21. April 2016, 18:06

    Stimmt schon, ich lasse mich auch gerne ablenken. Also Handy aus der Hand und E-Mail Acount schließen, dann geht es, Du hast Recht.
    Gerade heute habe ich Fotos im Garten gemacht, vorher habe ich natürlich den ganzen Garten auf Vordermann gebracht. Toller Garten, ich sollte mich mal hineinsetzen und ein Glas O-Saft trinken, bevor es am Wochenende wieder kalt wird. Genau das habe ich dann getan – einfach mal selbst genießen und nicht ständig für andere etwas ablichten 😉 !
    Liebe Grüße, genieße den Abend.
    Cora

  • Antworten
    Billa
    22. April 2016, 12:06

    Du sprichst mir aus der Seele… die Benachrichtigungen habe ich schon lange abgeschafft und das Handy ist stumm. Ich schaue dann darauf, wenn es passt. Nur beim Arbeiten am Computer lasse ich mich gerne mal ablenken und stöbere plötzlich auf Instagram oder Pinterest herum. Festgelegte Pausen helfen da ein bisschen. Und ja, so wie Cora & Du mache ich das manchmal auch: Einfach hinsetzen und genießen, ohne Blick aufs Display.
    Es grüßt die Billa

  • Antworten
    Schwarzwaldmaidli
    22. April 2016, 15:41

    Im Moment klappt das Offline sein nicht so gut. Und ich merke, dass es mich nervt.
    Ich hoffe, dass ich mit deinen Tipps die Balance besser halten kann. Danke 🙂
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Anette

  • Antworten
    Herbst Liebe
    22. April 2016, 17:27

    Ich habe meine online-Zeit auch ordentlich runter gefahren und bin überrascht wie viel ich in der gewonnenen Zeit schaffe. Das möchte ich jetzt unbedingt beibehalten.
    Herzlichst Ulla

  • Antworten
    Kebo homing
    22. April 2016, 17:37

    Ja, so recht hast du und ich kriege es auch immer öfter hin 😉
    Sonnige Grüße,
    Kebo

  • Antworten
    LENI von elba-ginski.net
    23. April 2016, 12:48

    toller Beitrag, da hab ich mich sehr selbst drin wieder gefunden!

  • Antworten
    Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter
    26. April 2016, 08:37

    Offline sein tut einfach nur gut! Ich bin derzeit viel mehr off- als online, habe andere DInge im kopf als den nächsten post und es macht mir nichts aus, wenn der dann eben zwei anstatt eine Woche auf sich warten lässt. Das Bauchgefühl findet es gut – so wie Deines anscheinend auch. Und darauf kommt`s ja schließlich an. Um`s wohlfühlen mit seiner eigenen Zeiteinteilung.
    Viele liebe Grüße! Julika

  • Antworten
    filzgewandt
    26. April 2016, 11:40

    …und genau das ist der richtige Weg!!! Wir leben doch im hier und jetzt, und nicht irgendwo im Netz! Die greifbaren, fühlbaren Dinge sind das Leben!

  • Antworten
    filzgewandt
    26. April 2016, 11:40

    …und genau das ist der richtige Weg!!! Wir leben doch im hier und jetzt, und nicht irgendwo im Netz! Die greifbaren, fühlbaren Dinge sind das Leben!

  • Antworten