Bayern,Wieder was gelernt

Griaß di [Gebrauchsanweisung]

griaß di erklärung

Servus, griaß di und hallo!
Es ist wieder einmal Zeit, für ein klein wenig (Ober-)Bayernkunde in meiner geliebten Blogkolumne „Mein Bayern“.

Heute befassen wir uns mit der gängigen Begrüßung „Griaß di“.
Manch einer mag auch „Griaßde“ sagen, für mich klingt das aber dreckiger, daher verwende ich lieber die erste Variante.

„Griaß di“ ist eine Abkürzung von „Griaß di God“.
Es ist Ausdruck nach dem Wunsch: „Grüße dich Gott“.
Im Plural sagen wir: „Griaß eich“ = „Grüße euch (Gott)“.
Bei Respektspersonen, die wir siezen: „Griaß eana“ = „Grüße sie (Gott)“
Wird das Wörtchen „God“ angehängt, ist es ein klein wenig förmlicher. Aber nur ein klitzekleinwenig.
„Griaß God“ [„Grüß Gott“, ebenfalls abgeleitet von „Grüße dich Gott“ ist unpersönlicher und universell einsetzbar [z.B. beim Betreten des Supermakts].

Ähnlich dem „Griaß di“ verhalten sich folgende Floskeln:

– „Pfiat di“ oder „Pfiati“ als Abkürzung von „Pfiat di God“ [„Behüte Dich Gott“ beim Abschied] – Im Plural wiederum: „Pfiat eich (God)“
– Bei Respektpersonen: „Pfiat eana (God)“
– Alternativ auch gerne: „Pfia God“ [weniger persönlich – z.B. im Supermarkt]

– „Vergäits God“ [„Vergelt’s Gott“ – Danke]

– „Häif da God“ [„Helfe dir Gott“ – nach dem Niesen, gleichzusetzen mit „Gesundheit“]

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