Gaumenschmaus,Herzhaft

Liebe Frau S., so klappt das mit dem Sushireis…

Ein paar von Euch haben es vielleicht schon auf Instagram gesehen: Gestern Abend gab es bei uns selbstgemachtes Sushi. Diese kleinen, leckeren, japanischen Reisröllchen könnte ich immer essen – zum Reinlegen! Da der Lieferservice aber auf Dauer meinen Geldbeutel zu stark belastet, gibt es ab und zu selbstgemachtes Sushi. Am Anfang ging das ein paar Mal in die Hose [ich erinnere mich an ein miserables Silversteressen 2011 mit Freunden…] Aber wer sagt denn, dass man nach ein paar Fehlversuchen und großem Spott gleich aufgeben muss? Inzwischen bin ich fast Sushimeister [ja, auch wenn die Freunde das nicht glauben wollen und wenn Frau S. gestern Abend ebenfalls sehr skeptisch war…]

Für alle, die es auch versuchen möchten:
So hat das gestern bei mir geklappt:

Der Sushireis:
Den Sushireis nach Packungsanleitung kochen. In jedem Fall aber so lange kochen, dass er nicht mehr hart ist! Anschließend 1 EL Zucker und 0,5 TL Salz mit 3 EL Reisessig in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Reis in eine Schüssel geben, Marinade untermischen, anschließend mit einem feuchten Küchenkrepp abdecken und bei Zimmertemperatur auskühlen lassen. Wenn der Reis kalt ist: abschmecken – ich musste gestern noch einmal die gleiche Menge Marinade untermischen.

Die Rollen:
Schön der Reihe nach: Ein Algenblatt von beiden Seiten kurz auf ein feuchtes Küchenkrepp legen, so dass es weich wird, aber noch nicht reißt. Das Algenblatt dann auf ein Stück Frischhaltefolie legen (die glatte Seite nach unten – die ist dann später außen). Einmal-Handschuhe anziehen! Die Handschuhhände anfeuchten (stellt Euch am besten eine Schüssel Wasser bereit) und mit den feuchten/nassen Händen den Reis auf dem Algenblatt DÜNN verteilen. (Durch das Wasser klebt der Reis nicht an Euren Händen fest…) Lasst dabei oben am Algenblatt einen 2 cm breiten Streifen frei. In die Mitte des „Reisfelds“ legt Ihr nun einen Streifen Eurer Füllung von links nach rechts. Meine absolute Lieblingsfüllung im Moment: Avocado, Mango und Koriander. Ein Traum – ehrlich! Wer es gerne schärfer mag, kann hier nun auch auf den Reis ein wenig Wasabi geben. Dann die Rollen von unten nach oben straff zusammenrollen. Jetzt werdet Ihr froh sein, dass oben kein Reis auf dem Algenblatt ist, da dieses die Rolle nun zusammenklebt. Die Rolle mit einem scharfen Messer  in sechs Teile teilen und fertig. Mit Sojasauce, Wasabi und Ingwer genießen. Großartig! Wirklich!

Euch allen nun bald eine schöne Mittagspause – dreimal dürft Ihr raten, was es bei mir gibt…
Ja! Den Rest von gestern!

Lasst es Euch gut gehen!

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9 Kommentare

  • Antworten
    Julika | 45 lebensfrohe Quadratmeter
    23. Mai 2013, 10:24

    Dann wünsch ich Dir eine feine Mittagspause und guten Appetit beim Verspeisen der Reste… Ich hab noch nie Sushi selbstgemacht und auch erst ein oder zweimal gegessen… scheint nicht so meins zu sein… 😉

  • Antworten
    stefi b.
    23. Mai 2013, 10:26

    *lach*
    ganz lieben dank, annette!!! 🙂 ich war (und bin immer noch) schwer beeindruckt von deinem super-sushi. ich hab mal einen sushi-kurs besucht, d.h. das rollen klappt. nur das reis kochen eben nicht. der schmeckt einfach bei mir nicht so wie er soll. 🙂 aber du hast mir mut gemacht. ich versuch's noch mal. vielleicht macht da wirklich die übung den meister.
    hab dank für diesen tollen post. ich erkläre dich damit heute zur superfrau. 😉
    es winkt (ganz motiviert),
    die frau s.

  • Antworten
    Die Raumfee
    23. Mai 2013, 16:07

    Hah! audie Einmalhandschuhe hätt ich ja auch mal selber kommen können, anstatt mich jedes Mal von Neuem darüber zu ärgern, dass mir der Reis überall klebt. 😉
    Deine Bilder sind so appetitlich, da möchte ich sofort zulangen. Allein dass Koriander drin ist, hindert mich daran. 😉 Ich mag am liebsten die Rollen mit Lachs, Gurke, Dill und Wasabi und ansonsten soooo gerne Nigiris. Aber da ich keinem Fischhändler hier traue was die Frische angeht (wir sidn so weit vom Meer entfernt), bleibt mein Sushi dann doch auch oft vegetarisch.
    Ich brauche übrigens auch immer viel viel mehr Marinade, damit der Reis schmeckt und habe schon vermutet, dass mein Geschmackssinn etwas abgestumpft ist.
    Super lecker sieht es auf jedne Fall aus.

    Herzlich, Katja

  • Antworten
    Sati
    23. Mai 2013, 17:08

    Ich liebe Sushi

  • Antworten
    dramaqueenatwork
    26. Mai 2013, 08:58

    Bei uns gibt es genau einmal im Jahr selber gemachtes Sushi: Sylvester! Als ich das letzte Mal in Köln war, hab ich mir so eine eckige Pfanne für die Omelette-Streifen gekauft und dachte – wie bescheuert: eine Pfanne für einmal im Jahr ;-))
    Aber vielleicht könnte man es ja tatsächlich öfter mal machen…
    guten Appetit und liebe Grüße barbara

  • Antworten
    Wiebke
    27. Mai 2013, 10:54

    Oh – da läuft mir ja das Wasser im Munde zusammen. Sushi selber machen habe ich noch nie ausprobiert – aber da hast du mich jetzt wirklich auf eine Idee gebracht 🙂 Danke dafür!

  • Antworten
    Tine
    28. Mai 2013, 12:36

    ooooh lecker, Sushi geht bei mir immer – allerdings bin ich Purist: am liebsten Maki mit Lachs, Tunfisch oder jap. Rettich.
    Ich hole mir den Fisch tatsächlich auch bei der Nordsee hier in Göttigen, also weit weg von Küste. Beim Kauf sage ich, dass es für Sushi ist und ich wiederkomme, falls wir alle eine Fischvergiftung kriegen. Sie suchen dann immer das aller-aller-frischeste Stück Lachs oder Tuna aus 😉

    Herzliche Grüße von Tine

  • Antworten
    Josephine
    30. Mai 2013, 13:41

    Die Idee mit den Einweghandschuhen werde ich mir in jedem Fall klauen, denn dieser lästige Klebereis ist wirklich die Höhe und jedes mal ein Wasserbad zu nehmen einfach nur zeitaufwändig. Deine Sushi sehen wirklich ansprechend aus und beim Anblick läuft mir auch schon das Wasser im Mund zusammen. Viele halten das DIY von Sushi immer für eine enorme Tortur, doch das ist es meiner Meinung nach nicht, man muss halt nur wissen wie es geht und dann geht es auch recht fix 😉

  • Antworten
    kunterbuntweissblau
    6. Juni 2013, 14:27

    Ich liebe Sushi! Als ich eben zwei Wochen in Amerika war, habe ich oft welches gegessen – sehr lecker dort! Selbst machen sollte ich es auch endlich mal wieder! Sehr schön sehen deine Rollen aus!!
    Liebe Grüße,
    Amelie

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