Bloggen,Gedankengut

Schreibblockade

Ich habe das Schreiben verlernt. Wie kann man eigentlich jeden Satz bescheuert finden? Keine ganzen Sätze mehr im Kopf haben? Gefühlt nur noch fähig sein, zwei Zeilen unter sein Instagramfoto zu schreiben. Und selbst da drei mal neu anfangen und doch wieder löschen. Kann es denn sein, dass man schreiben wirklich lernen muss? Reicht da der Deutschunterricht und das Lesen von Büchern nicht? Wo sind denn all die Wörter, die ich gerne sagen würde? Warum finde ich jeden Satz, den ich schreibe doof und optimierungsbedürftig? Wieder so ein Wort – gibt’s das überhaupt? Ich fühle mich wie ein Autor mit Schreibblockade. Der Unterschied: Ich bin gar kein Autor. Ich habe nur einen Blog, der mehr von Bildern als von Text lebt und dennoch schaffe ich es nicht mal mehr, unter meine DIYs einen halbwegs inspirierenden, mitreißenden, lesenswerten Text zu schreiben. Drum hab ich aufgehört zu bloggen. Weil ich jeden Satz bescheuert fand. Jetzt fehlt mir das Bloggen. Aber die Sätze wollen einfach nicht zurück kommen. Deshalb schreib ich jetzt einfach drauf los. Vielleicht muss da wieder was in Gang kommen. Freischreiben. Und trotzdem noch immer auf der Suche nach DER Eingebung. Was will ich denn eigentlich sagen? Ich muss doch was Relevantes schreiben. Es gibt so viele Blogs, die ich gerne lese. Warum kann ich denn nicht so schreiben? Mich bewegt so viel im Moment. Ich hätte auch das ein oder andere DIY zu zeigen. Aber dann scheitere ich schon an der Überschrift. Soll ja Interesse wecken. Was hilft es, wenn das DIY gut ist, die Überschrift aber so langweilig klingt, dass keiner den Artikel liest? Dann war alles umsonst. Dann kann ich das auch lassen mit dem Schreiben, das mir eh so schwer fällt. Und der Einstieg in den Artikel erst – genauso schwer, wenn nicht schwerer als die Überschrift. Wann kommt denn die Muse wieder? Ist die von den Schwangerschaftshormonen im März abgelöst worden? Na, dann dürfte sie ja bald wieder zurück kommen. Mir fehlt das mit dem Bloggen nämlich. Mal sehen, wann und ob die Sätze wieder aus mir raus sprudeln.

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19 Kommentare

  • Antworten
    Vroni
    5. Oktober 2017, 15:35

    Liebe Annette,
    Ich freue mich sehr etwas von Dir lesen zu können.
    Ich verfolge Deinen Blog schon über ein Jahr…
    Bin schon ganz gespannt , auf Dein nächstes DIY. Und da ist mit ehrlich gesagt der Text völlig egal. Ich finde Deine Bilder und Deine Ideen einfach klasse. Da braucht es nicht noch viele Worte.
    Lg Vroni

    • Antworten
      Annette
      5. Oktober 2017, 17:25

      Ach das ist ja auch irgendwie beruhigend, wenn die Texte völlig egal sind 🙂

  • Antworten
    Kristin
    5. Oktober 2017, 16:43

    Geht mir ganz genauso! Leider!

    • Antworten
      Annette
      5. Oktober 2017, 17:25

      Manno. Und jetzt? Schreib doch auch einfach mal drauf los. Vielleicht hilft’s ja.

  • Antworten
    Kathrin
    5. Oktober 2017, 20:23

    Liebe Annette, ich vermisse Dich, ganz ehrlich! Hab immer mal wieder geschaut, ob ein neuer Artikel online ist, warst Du doch einer der ersten Blogs, die ich gelesen habe … aber ich kann Dich nur zu gut verstehen! Ich mag meine Texte auch nicht, bzw. ich denke immer, dass ich viel besser und in schönerem Deutsch schreiben müsste. Ich sehne mir einen Schreibworkshop her! Ich glaube ich muss mich mal um einen Referenten kümmern und das Ganze selbst in die Hand nehmen… ich wünsche Dir auf jeden Fall, dass die Wörter, die Du sagen magst wieder kommen und aus Dir raus sprudeln! Ich schicke Dir allerliebste Grüße nach Bavaria und hoffe, dass es Dir sonst gut geht! Liebst, Kathrin <3

    • Antworten
      Annette
      5. Oktober 2017, 21:45

      Oh liebe Kathrin, Du hast wirklich immer wieder mal geschaut? Das freut mich sehr! Ehrlich. Sag mal Bescheid, was Du im Schreibworkshop gelernt hast 😉 Ich hätte ja Sorge, dass ich dann noch “verkopfter” bin….
      Ganz liebe Grüße an Dich zurück!

  • Antworten
    Tina
    5. Oktober 2017, 20:48

    ich habe oft geschaut, wann es wieder was zu lesen und zu schauen gibt bei Dir. und deshalb freu ich mich heute ganz doll, Dich zu lesen. (Darf ich unbekannterweise duzen? fühl mich durch die kleinen Einblicke in Dein Leben so verbunden)
    und ich werde mich weiter freuen, weiteres zu lesen. Wann auch immer Du bereit bist. Ich bin nicht so kritisch, weil durch alles, was ich schon von Dir lesen durfte, schon mal eine positive Grundeinstellung da ist, eine liebevolle bewundernde Brille, durch die ich Deine Beiträge lese. Das geht bestimmt ganz vielen anderen Leser(inne)n auch so. Macht das den nächsten Einstieg vielleicht etwas leichter?
    ganz liebe Grüße von Tina

    • Antworten
      Annette
      5. Oktober 2017, 21:46

      Du hast auch immer wieder geschaut, Tina?! Das freut mich echt – danke! Und danke für Deine lieben Worte, die mich gleich ein wenig rot werden lassen… Ganz liebe Grüße zurück!

  • Antworten
    Michaela
    6. Oktober 2017, 09:09

    Ja, ich habe auch immer wieder geschaut und muss dich ermutigen, einfach drauf los, nicht so lange nachdenken. Niemand erwartet hier hohe Literatur. Und wenn man dabei ist, dann geht es auch weiter.
    Obwohl du in diesen Monaten eine sehr gute Ausrede hast. Mal schauen, ob die Worte bald wiedergeboren werden! Wünsche dir alles Gute für die kommende Zeit!
    LIebe Grüße
    Michaela

    • Antworten
      Annette
      6. Oktober 2017, 13:29

      Ganz lieben Dank für die aufbauenden Worte und die guten Wünsche!

  • Antworten
    Andiva
    6. Oktober 2017, 11:50

    Ach Annette,
    du sprichst mir aus der Seele. Ich hab grad auch meinen Bezug zum Blog verloren und es fühlt sich doof an. Schön wieder von dir zu lesen, bin auch immer mal wieder vorbei gehüpft um zu sehen ob es was neues gibt.
    Vielleicht ist das ja der Anfang. Scheib weiter, ich wünsche dir sehr das durch das tun wieder die Freude kommt. Und schau, mich hast du auch noch angschubst mit deinen Worten. Ich fang jetzt auch einfach wieder an ( der Freitagsfisch zählt nicht, den mach ich immer noch aber das ist das einzige ). Liebe Grüße
    Andi

    • Antworten
      Annette
      6. Oktober 2017, 13:31

      Ach Andi, echt? Ich hab Dich angestupst?! Das freu mich riesig. Ich dachte mir auch: einfach anfangen. Einfach mal irgendwas schreiben und vielleicht läuft’s ja jetzt bei uns beiden wieder an. Ich wünsch es Dir auf jeden Fall!

  • Antworten
    Julika - 45 lebensfrohe Quadratmeter
    7. Oktober 2017, 09:22

    Liebe Annette, das einfach drauf los schreiben hat doch hier auch supi geklappt – vielleicht klappt es dann ja auch in Zukunft bei Deinen weiteren Beiträgen? Ich freue mich immer, von Dir zu lesen!
    Ich glaube übrigens, dass DIE Eingebung, was Du wirklich schreiben und sagen willst, nur kommt, wenn Du auch schreibst und nicht, wenn Du es nicht machst. Wie relevant es dann auch für andere sein mag, was Du sagen willst, ist doch erstmal egal. Solange es für Dich relevant ist und Du Spaß an Deinen Geschichten und Deinen DIY Projekten, an deinem Blog!, hast, wirst Du auch immer den ein oder anderen Leser begeistern können. Bei mir schaffst Du es jedenfalls immer wieder. 🙂
    Ganz liebe Grüße! Julika

    • Antworten
      Annette
      7. Oktober 2017, 11:14

      Das ist schön, dass Du mir das schreibst. Genauso denke ich nämlich auch über andere Blogs, nur das dann auf mich umzusetzen, ist echt eine Herausforderung. Aber ich übe mich jetzt daran. Einfach machen. Danke!

  • Antworten
    RAUMiDEEN
    8. Oktober 2017, 10:25

    Denke an die Freundin, die neben dir sitzt, liebe Annette.
    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag

    • Antworten
      Annette
      8. Oktober 2017, 19:13

      Ach Cora, da bringst Du mich zum Schmunzeln! Die hab ich tatsächlich vergessen. Danke!

  • Antworten
    Vom einfach machen | andiva
    9. Oktober 2017, 14:28

    […] ist ja immer. Nachdem ich bei Annette die Woche so viel Paralellen lesen konnte gab mir das den Schubser. Danke […]

  • Antworten
    Viviane
    10. Oktober 2017, 22:47

    Liebe Annette, ich reihe mich ein in die Liste derer, die sich freut, wieder was von dir zu lesen, und auch ich habe immer mal wieder geguckt, obs was neues gibt… gegen Schreibblockaden habe ich mal die Methode gelernt, beim Tippen die Schrift auf Weiß zu stellen. Dann kann man nicht lesen was man schreibt, und darf es erst nach einer Weile Runtertippen auf Schwarz stellen. Das löst manchmal viel, denn oft ist es ja gerade beim Perfektionismus so, dass man viel zu früh und sofort immer alles mit halbem Auge direkt nachliest und korrigieren will… Liebe Grüße! Viviane

    • Antworten
      Annette
      11. Oktober 2017, 10:01

      Ohhhh! Das ist ja mal ein cooler Tipp! Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Danke dafür!

    Antworten