Gesundheit,Leben

Ein Brief an mich

im Hallenbad am Beckenrand mit FlipFlops

Meine Liebe,

erinnerst Du Dich noch daran? An die Frische im Kopf und den Stolz auf den Schultern? Erinnerst Du Dich an das Gefühl, das sich nach fünf Zügen im Wasser in Dir breit macht? Wenn nach einigen Bahnen die Schwimmbrille anläuft und Du einfach nur schwimmst. Wenn Du Bahn für Bahn einfach nur schwimmst. An nichts denkst. So richtig im Tunnel bist. Nur Du und das Wasser. Nur Du, Deine Kraft und der Widerstand. Oder wenn auf einmal so viele Gedanken und Ideen und schlaue Worte in Deinem Kopf schwirren, dass Du Dir wünscht, sie würden auch an Land so einfach sprudeln. Spürst Du den heißen Kopf, den Du im kalten Wasser kühlst? Wie Du die Menschen um Dich herum beobachtest. Sie schwimmen so unterschiedlich. Sie sehen so verschieden aus. Manchen kann man ein halbes Leben am Körper ablesen. Ob sie auch so glücklich sind im Wasser? Du bist in Deinem Element. Erinnerst Du Dich, wie Du Dir mit roten Wangen am Ende die Haare föhnst? Wie ausgepowert und zufrieden Du bist? Wie leicht sich Dein Kopf anfühlt und wie schwer die Arme. Wie frisch und stolz Du bist. Warum zögerst Du? Spring! Und schwimm!

Das wird gut. Glaub mir. Ich weiß das ganz bestimmt.
Deine Annette

***************
Für mich.
Für irgendwann, wenn der Schweinehund mal wieder meint, dass doch eh alles doof ist.

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1 Kommentar

  • Antworten
    Yna
    22. Februar 2016, 08:50

    Ich glaube, ich sollte mir auch hin und wieder mal einen Brief schreiben :)Lieben Gruß, Yna

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